Naviki zieht CeBIT-Besucher an

Naviki auf der CeBIT

Naviki auf der CeBIT

Sie kamen von Tourismusverbänden, von Kartografieverlagen oder waren einfach nur Alltags-Radler. Die Besucher, die auf der CeBIT Halt am Stand von Naviki machten – und dabei großes Interesse zeigten. “Wir freuen uns sehr über die Resonanz auf unser Navigationssystem fürs Fahrrad”, zog der Prof. Dr. Gernot Bauer, Leiter des Labors für Software Engineering an der Fachhochschule Münster, nach einer Woche Messe in Hannover Bilanz.

Naviki ist ein Routenplaner, wie es ihn bereits für den motorisierten Verkehr gibt. “Nur eben speziell auf Radfahrer ausgerichtet”, erklärte der IT-Experte und demonstrierte dies den Messe-Besuchern. So konnten sie sich etwa ihre tägliche Strecke zur Arbeit am Stand anzeigen lassen, war dieser doch mit den beiden Geräten ausgestattet, die es lediglich für die Benutzung von Naviki braucht: Computer mit Internetanschluss und ein GPS-fähiges Handy. “Dabei entdeckte mancher noch einen attraktiveren Weg.”

Doch der Wissenschaftler und sein Team nutzten die CeBIT nicht nur, um Naviki bekannter zu machen. Auch griffen sie gerne Anregungen aus den zahlreichen Gesprächen auf. “Bisher ist es nicht möglich, Höhenprofile in die Routenplanung zu integrieren”, nannte Bauer ein Beispiel von vielen. Daher gelte es in der Zeit nach der CeBIT, das gesammelte Feedback zu priorisieren und nach Möglichkeit umzusetzen. Denn noch ist Naviki mit dem kleinen Zusatz “Beta” versehen, laut Projektleiter Bauer “ganz bewusst”. Die fünfköpfige Forschergruppe, viele davon selbst passionierte Radler, sehe nämliche weiter Optimierungsmöglichkeiten. “Wir gehen noch von rund einem Jahr Entwicklungsarbeit aus.”

Naviki

Naviki ist ein Routenplaner, der sich die Mitgestaltungsmöglichkeiten nach dem sogenannten Wiki-Prinzip zunutze macht. So können Radfahrer im Internet persönliche Wunschrouten auf einer Karte ansehen, als Wegbeschreibung ausdrucken oder für die Navigation mit einem GPS-Gerät oder -Handy herunterladen. Gleichzeitig lassen sich gefahrene Wege hochladen, so dass die Nutzer selbst zur Erweiterung des Streckennetzes beitragen. Zurzeit greift Naviki auch auf Kartenmaterial des Projektes OpenStreetMap zurück. Um die in Naviki eingestellten Routen automatisch verknüpfen zu können, entwickelten die Forscher einen einzigartigen, anspruchsvollen Algorithmus.

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