Mit Hand, Fuß und Köpfchen: Geoinformatiker der WWU bei BMBF-Wettbewerb ausgezeichnet

Johannes Schöning (links) und Thomas Bartoschek vom Sieger-Team des ifgi

Johannes Schöning (links) und Thomas Bartoschek vom Sieger-Team des ifgi

Ein Team vom Institut für Geoinformatik (ifgi) der Universität Münster gehört zu den Gewinnern des Hochschulwettbewerbs “Alltagstauglich?”, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgeschrieben worden war: Das Projekt “Geoinformatik mit Hand, Fuß und Köpfchen” ist eine der 15 besten Ideen, die im Wissenschaftsjahr 2009 – “Forschungsexpedition Deutschland” – ausgezeichnet werden, teilte das BMBF mit. Für die Umsetzung der Projektideen, die einfallsreich und publikumsnah den Alltagsbezug von Wissenschaft vermitteln, stellt das Bundesforschungsministerium jeweils 10.000 Euro zur Verfügung.

Das WWU-Projekt soll das für die Gesellschaft immer wichtiger werdende Gebiet der Geoinformatik insbesondere für Schüler im wörtlichen Sinn begreifbar und erlebbar machen. Zum einen wollen die Forscher das Bewusstsein für eine alltägliche interdisziplinäre Wissenschaft wecken, zum anderen den Einsatz moderner Medien im Schulunterricht unterstützen. Das Projekt setzt sich aus drei Modulen zusammen, die in Form eines Projekttages an Schulen organisiert werden können. Konzipiert und implementiert werden die Module von Studierenden der Geoinformatik gemeinsam mit wissenschaftlichen Mitarbeitern des ifgi, darunter Thomas Bartoschek, der die Projektidee eingereicht hatte.

Geoinformatik mit Hand

Im Modul “Geoinformatik mit Hand” können die Schüler mittels innovativer Multitouch-Interaktion durch räumliche Daten navigieren und so spielerisch große Fernerkundungsdatensätze, zum Beispiel in einem virtuellen Globus, erkunden. Im Rahmen dieses Projekts soll ein interaktiver “Tisch” zusammen mit den Schülern gebaut werden. Die Schüler erhalten Einblick in den Bau und die Entwicklung einer modernen Technologie.

Geoinformatik mit Fuß

Das Modul “Geoinformatik mit Fuß” gibt Schülern die Möglichkeit, die Erde auf interaktive Weise zu erkunden. Mit einer neuen Interaktionstechnologie, dem von Nintendo entwickelten und als Steuerung für eine Spielkonsole erhältlichen “Wii Balance Board”, können der virtuelle Globus “NASA World Wind” gesteuert und interessante Orte “angesurft” werden.

Geoinformatik mit Köpfchen

Beim Modul “Geoinformatik mit Köpfchen” geht es um das Erfahren der Geoinformatik durch eine von Rätseln und Aufgaben begleiteten “Schatzsuche” mit Hilfe von GPS-Empfängern im Stile des bekannten Outdoor-Spiels “Geocaching”.

Die drei Module werden im Jahr 2009 an einem Tag der offenen Tür am Institut für Geoinformatik sowie an vier bis sechs Schulen in Münster und Umgebung in Form von Projekttagen durchgeführt. Nach einer einmaligen Anschaffung der benötigten Gerätschaften und der Aufbereitung, Dokumentation und Evaluation der Module und Projekttage können die Projekttage in dieser Form auch über den Projektzeitraum hinaus Schulen angeboten werden.

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Autor: Institut für Geoinformatik, WWU Münster

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