Nokia-Wettbewerb: Geoinformatiker haben sich mit ihrer Handy-Anwendung durchgesetzt

Photomap

© WWU - Krüger

Markus Löchtefeld und Johannes Schöning vom Institut für Geoinformatik der Universität Münster haben sich mit der Handy-Anwendung “PhotoMap” beim Wettbewerb “Calling All Innovators”, der weltweit von Nokia für Entwickler ausgeschrieben worden war, in der ersten Auswahlrunde durchgesetzt. Ihre Idee wurde als beste Anwendung aus dem Raum “Europa, Naher Osten und Afrika” mit 10.000 US-Dollar prämiert. Die Münsteraner stehen damit nun im Finale des Wettbewerbs und haben die Chance auf eine weitere Auszeichnung.

“PhotoMap” erlaubt es Nutzern, ein selbst geschossenes Foto von einer öffentlichen Karte als Datengrundlage für ihr Satelliten-Handy zu nutzen. Im Vergleich zum bereitgestellten Kartenmaterial für mobile Navigationsgeräte bieten öffentliche Karten meist mehr und detailreichere Informationen. Zum Beispiel zeigt die öffentliche Karte eines botanischen Gartens alle Attraktionen und Gartenbereiche im Detail. Karten auf dem Handy zeigen an diesen Stellen meist nur eine detailarme “Grünfläche”. Die Anwendung wurde von Löchtefeld, Student am Institut für Geoinformatik, und Schöning, Doktorand, in Zusammenarbeit mit der Universität Lancaster (UK) entwickelt.

Laut Nokia haben rund 1000 Entwickler an dem Wettbewerb teilgenommen und neue und innovative mobile Anwendungen eingereicht. Die beiden Münsteraner haben nun im Februar 2009 die Möglichkeit, sich auf dem “Mobile World Congress” in Barcelona mit den Gewinner der anderen Regionen der Welt zu messen. Prof. Dr. Antonio Krüger vom Institut für Geoinformatik sagt: “Ich freue mich, dass wieder einmal eine innovative Idee aus der Geoinformatik erfolgreich war. Ich drücke meinen Mitarbeitern die Daumen für das Finale.”

—————–
Autor: Institut für Geoinformatik der Universität Münster

Kommentare

Kommentare geschlossen.