Von der Ems bis an den Rhein – Digitaler Stadtplan fürs ganze Münsterland

Intelligente Stadtpläne für das ganze Münsterland sind jetzt auf der Internetseite www.stadtplan-muensterland.de abrufbar. Mit tagesaktuellen Daten der Gemeinden und Katasterämter wird der Stadtplan laufend aktualisiert – der Plan ist also stets auf der Höhe der Zeit. Die Pflege der Daten erfolgt im Tagesgeschäft, so dass zusätzlicher Aufwand für die Erstellung eines Stadtplanes entfällt. Weiterlesen

Naviki – Nutzergenerierte Navigation

Bisherige Navigationssysteme waren darauf ausgerichtet, Autos und Lkw durch das Straßennetz zu führen. Wer damit Strecken oder Standorte abseits von Straßen ermitteln wollte, stieß rasch an die Grenzen ihres Informationsgehaltes. Naviki ist ein neuartiges Navigationssystem im Internet. Die Besonderheit von Naviki ist die ständige Erweiterung der Kartengrundlage um nutzergenerierte Inhalte. Auf dieser Datenbasis bietet Naviki Navigationslösungen für Verbindungen, die im Straßennetz allein nicht realisierbar sind. Darüber hinaus ist Naviki in der Lage, multimediale Inhalte wiederzugeben, die Anwender Routen oder Standorten zugeordnet haben.

Eine besonders sinnvolle Anwendungsdomäne der Naviki-Technologie ist der Fahrradverkehr. Daher entsteht im Rahmen des Naviki-Projektes ein ausgereiftes und nutzerfreundliches Navigations- und Informationsportal für den Fahrradverkehr, von dem Endverbraucher sowie Kommunen und Regionen in besonderer Weise profitieren werden.

Neben dem Fahrradverkehr wird Naviki für weitere Zielgruppen und Anwendungsfälle geeignet sein, da Nutzer beliebige strecken- und ortsbezogene Informationen selbst online veröffentlichen können. Wie beim Internet-Lexikon Wikipedia soll dabei eine umfassende Informationsbasis entstehen. Die sogenannte “soziale Intelligenz”, die auch Wikipedia zu einer nahezu fehlerlosen Enzyklopädie macht, wird in ähnlicher Weise Naviki optimieren: Registrierte Nutzer können Routen und Standortinformationen bei Bedarf aktualisieren oder korrigieren. Diese Inhalte verwendet Naviki für eingehende Navigationsanfragen. Als Kartenbasis enthält Naviki alle herkömmlichen Straßenverbindungen, so dass auch diese beim Ermitteln einer Route einbezogen werden können. Somit ist Naviki eine vielseitige Erweiterung bisheriger Navigationssysteme um nutzergenerierte Inhalte.

Die Veröffentlichung von Strecken- und Standortinformationen auf dem Naviki-Portal läuft in folgenden Schritten ab:

  1. Aufzeichnung von Routen anhand mitgeführter GPS-Geräte oder Mobiltelefone mit GPS-Funktion
  2. Einspeisung in das Naviki-Portal; dabei ggf. Vergabe von Attributen und Bereitstellung multimedialer Zusatzinhalte
  3. Automatische Integration der Inhalte in die bestehende Kartenbasis durch das Naviki-Portal; dadurch permanentes Wachsen der Kartenbasis

Besucher des Naviki-Portals können wie folgt Informationen abrufen:

Eine besondere wissenschaftliche und technische Herausforderung bei der Entwicklung von Naviki liegt in der Realisierung des o.g. dritten Schrittes, der automatischen Integration einer Route in die Kartenbasis. Dieser Prozess läuft auf einem Karten-Appli­kationsserver ab. Digitalisierte Strecken (Track Logs) sollen bei Naviki nicht als separater Inhalt verwaltet werden, sondern in der vorhandenen Kartenbasis aufgehen. Daher bedarf es eines völlig neuartigen Graphenalgorithmus. Der Algorithmus muss eingespeiste Routen und Teilrouten als bereits vorhanden erkennen oder als neu identifizieren und hinzufügen. Diesen automatischen Abgleich mitunter sehr großer Graphen wird Naviki unter erschwerenden Anforderungen wie Performance, Mehrbenutzerbetrieb im Internet und Versionierung leisten.

Informationen

Projektleitung: Prof. Dr. Gernot Bauer, Labor für Software Engineering, FH Münster

Online über die Girostrecke radeln

Am 3. Oktober radeln Profis und Amateure beim Sparkassen-Münsterland-Giro 2008 durch den Kreis Borken. Alle Radfahrerinnen und Radfahrer, die schon im Vorfeld die Strecke testen möchten, finden Informationen zum genauen Verlauf jetzt unter www.tourismus-kreis-borken.de/giro2008-strecken.html. Zuschauerinnen und Zuschauer, die sich über Durchfahrtszeiten oder das Rahmenprogramm informieren wollen, werden dort ebenfalls fündig. Weiterlesen

Mobile Fahrplanauskunft – moFahr

moFahr ist eine Fahrplanauskunft auf dem Mobiltelefon. Sie gibt dem Fahrgast des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) die Möglichkeit, mit seinem Handy jederzeit, überall, auf einfachste Weise und kostenlos Fahrplaninformationen abzurufen. Die Fahrplanauskunft ist nach einem Download von den Internetseiten des jeweiligen Verkehrsbetriebes unmittelbar als Offline-Anwendung auf dem Handy des Fahrgastes nutzbar. moFahr besteht aus zwei Modulen, die dem Anwender einen optimalen Informationsstand für seine individuellen Mobilitätsbedürfnisse ermöglichen.

Abfahrtsmonitor

Beim Modul “Abfahrtsmonitor” verläuft die Handhabung aus Sicht des Nutzers wie folgt:

  1. Auswahl einer Haltestelle,
  2. das aktuelle Datum mit Uhrzeit wird automatisch dem Mobiltelefon entnommen (Standardeinstellung) oder optional manuell eingegeben,
  3. das Display zeigt für die gewählte Haltestelle die Abfahrt der nächsten Busse an.

Fahrplan

Beim Modul “Fahrplan” zeigt moFahr nach den o.g. Schritten 1 – 3 zu einer ausgewählten Fahrt die Abfolge sämtlicher Haltestellen mit Abfahrtszeiten an. Auf diese Weise kann der Nutzer sämtliche von seinem Standort unmittelbar erreichbaren Haltestellen einsehen. (Durch Weiterblättern ist auch eine Anzeige über die Displaygrenze hinaus möglich.)

Der moFahr-Anwender kann zwischen Abfahrtsmonitor und Fahrplan beliebig wechseln. So können z.B. für Folgehaltestellen aus dem Fahrplan wiederum Abfahrtsmonitore angezeigt und damit auch Umsteigemöglichkeiten ermittelt werden.

moFahr bietet seinen Anwendern gegenüber sämtlichen gegenwärtig bekannten Medien zur Fahrplandarstellung (Print, Internet, Telefonauskunft) eindeutige Vorteile:

Die Entwicklung der moFahr-Anwendung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Labors für Software Engineering der Fachhochschule Münster und sämtlicher ÖPNV-Unternehmen des Busverkehrs im Münsterland sowie weiterer westfälischer Verkehrsunternehmen.

moFahr wurde im März 2006 von den beteiligten Verkehrsunternehmen mit einer Pressekonferenz offiziell eingeführt.

moFahr wurde am Gemein­schafts­stand “Innovationsland NRW” des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft, For­schung und Technologie auf der CeBIT 2006 präsentiert.

Über 50.000 Downloads und eine positive Resonanz der Benutzer zeigen, dass moFahr als innovative Fahrplanauskunft für den ÖPNV in Westfalen sehr gut angenommen wird.

Zwischen dem Labor für Software Engineering der Fachhochschule Münster und den beteiligten Verkehrsunternehmen besteht ein unbefristeter Kooperationsvertrag zur Wartung und Weiterentwicklung von moFahr.

Weitere Informationen: www.mofahr.de

Ernte-GIS bei Langnese Iglo

Die Langnese-Iglo GmbH baut im westfälischen Reken auf 4.000 Hektar Spinat, andere Gemüse und Kräuter an. Dazu werden mehr als 1.000 Anbauflächen im Umkreis von ca. 45 Kilometern um das Werk bewirtschaftet. Zur Optimierung von Flächenmanagement und Erntelogistik wurden im Projekt “ERNTE-GIS” integrierte GI-Lösungen für die Langnese-Iglo GmbH realisiert.

Hierbei wurde das bestehende datenbankbasierte Programmsystem “ERNTE” um die GIS-gestützte Verarbeitung von Flächenobjekten erweitert. Die Lösung setzt auf dem Desktop-GIS ArcView und dem “Fachdatenmanager” der con terra GmbH auf und bietet darüber hinaus spezifische ERNTE-GIS-Methoden. Zu Planungs- und Monitoringzwecken wird ERNTE-GIS sowohl stationär im Werk als auch mobil im Rahmen der Anbauberatung beim Landwirt eingesetzt.

Kurzbeschreibung

Die aufgebauten Geodatenbestände werden zunehmend für die Optimierung weiterer Arbeitsabläufe genutzt, zum Beispiel im Rahmen der Erntelogistik. Hierzu wurden die Erntemaschinen mit PDAs oder robusten Industrie-PCs nebst Peripherie (GPS-Empfänger, Mobilfunkmodul) ausgestattet. Die auf ArcPad basierende Lösung erlaubt dem Fahrer nun die zielgenaue Identifikation der zur Ernte freigegebenen Teilflächen.

Die Erntefreigabe durch den zuständigen Disponenten im Werk erfolgt in Form eines “digitale Auftrags” der überMobilfunktechnologie an die mobile Lösung übertragen und visualisiert wird.

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