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Geoinformationen

Geoinformationsdienste finden heute im Alltag schon oft ihren Einsatz: bei der Nutzung eines Navigationsgerätes im Auto oder digitaler Karten und Stadtpläne im Internet. Google Earth - ein Angebot des Suchmaschinenbetreibers Google - zur Visualisierung der Erde anhand von Satellitenfotos hat das Thema Geoinformationen auch breiten Bevölkerungsschichten bekannter gemacht.

Was sind Geoinformationen?

"Geoinformationen sind Informationen über Objekte und Sachverhalte mit Raumbezug" - so eine Definition. Klassisches Beispiel ist der geographische Atlas: er zeigt etwa die geographische Verteilung von Klimazonen oder die Bevölkerungsstruktur in einer Region. Solche 'analogen' Visualisierungen von Geoinformationen werden heute immer mehr ersetzt durch computergestützte Visualisierungen, denen digitale Geodaten zugrunde liegen.

Geoinformationen beantworten also raumbezogene Fragen. Diese könen etwa sein:

  • Wo befindet sich das nächstgelegene Parkhaus?
  • Wo liegen Wasser- oder Naturschutzgebiete, die bei der Planung eines Gewerbegebietes zu berücksichtigen sind?
  • Wo gibt es die beste Verkehrsinfrastruktur für ein Logistikzentrum?
  • Wo befindet sich ein geeigneter Standort für die Errichtung eines Einkaufszentrums?
  • Wo treten Flußläufe regelmäßig über die Ufer, d.h. wo gibt es Hochwasserrisiken?

Was sind die Anwendungsfelder?

Geoinformationen und Geoinformationssysteme werden heute schon in vielen Bereichen eingesetzt. Hier einige Beispiele:

Wirtschaft Verwaltung
Standortplanung Vermessung
Geomarketing Bebauungsplanung
Routenplanung Kataster
Ver-/Entsorgung Statistik
Umwelt Forschung
Altlastenerfassung Geographie
Vegetation Archäologie
Luftbelastung Klimatologie
Wasser Kriminalistik

Vor allem bei Planungsverfahren und in öffentlichen Verwaltungen gehört der Einsatz von Geoinformationssystemen heute schon vielfach zum Standard. Hinzu kommen neue Anwendungsfelder, etwa im Bereich des Geomarketings.

Ein Beispiel
Das Fraunhofer-Institut für Autonome Intelligente Systeme und der Fachverband Außenwerbung haben einen 'Frequenzatlas' für die großen Städte Deutschlands entwickelt. Für jeden einzelnen Straßenabschnitt lassen sich über diesen Atlas detaillierte Informationen abrufen: Bevölkerungsdichte, Einkommensstruktur, KFZ-Aufkommen, Theater, Restaurants. Diese geographisch strukturierten Daten können als Grundlage für eine fundierte Entscheidung über geeignete Werbe- oder Filialstandorte dienen.

Auch das Geoinformations-Angebot für Privatnutzer wächst ständig: Suchmaschinen, Internetportale, Touristikregionen reichern ihr Angebot immer häufiger mit raumbezogenen Informationen und Kartendiensten an.

Das zukünftige wirtschaftliche Potenzial von Geoinformationen scheint groß: In einer Veröffentlichung der Kommission für Geoinformationswirtschaft vom April 2005 heißt es, dass heute erst etwa 15% des Geoinformationsmarktes erschlossen sind.

Weitere Informationen

Einen guten Überblick zum Thema Geodaten bietet ein Leitfaden der CeGi Center for Geoinformation GmbH:

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