Von der Ems bis an den Rhein – Digitaler Stadtplan fürs ganze Münsterland

Intelligente Stadtpläne für das ganze Münsterland sind jetzt auf der Internetseite www.stadtplan-muensterland.de abrufbar. Mit tagesaktuellen Daten der Gemeinden und Katasterämter wird der Stadtplan laufend aktualisiert – der Plan ist also stets auf der Höhe der Zeit. Die Pflege der Daten erfolgt im Tagesgeschäft, so dass zusätzlicher Aufwand für die Erstellung eines Stadtplanes entfällt. Weiterlesen

GIS Consult nimmt am BMBF-Projekt “AirShield – Schutz von Mensch und Umwelt” teil

Der Name AirShield ist ein Akronym für “Airborne Remote Sensing for Hazard Inspection by Network Enabled Lightweight Drones֝. Es handelt sich dabei um ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Forschungsprojekt auf dem Gebiet der zivilen Sicherheitsforschung zum Schutz kritischer Infrastrukturen und der Bürgerinnen und Bürger. Das Projekt ist Teil des Programms “Forschung für die zivile Sicherheit” im Bereich “Integrierte Schutzsysteme für Rettungs- und Sicherheitskräfte”. Weiterlesen

Naviki – Nutzergenerierte Navigation

Bisherige Navigationssysteme waren darauf ausgerichtet, Autos und Lkw durch das Straßennetz zu führen. Wer damit Strecken oder Standorte abseits von Straßen ermitteln wollte, stieß rasch an die Grenzen ihres Informationsgehaltes. Naviki ist ein neuartiges Navigationssystem im Internet. Die Besonderheit von Naviki ist die ständige Erweiterung der Kartengrundlage um nutzergenerierte Inhalte. Auf dieser Datenbasis bietet Naviki Navigationslösungen für Verbindungen, die im Straßennetz allein nicht realisierbar sind. Darüber hinaus ist Naviki in der Lage, multimediale Inhalte wiederzugeben, die Anwender Routen oder Standorten zugeordnet haben.

Eine besonders sinnvolle Anwendungsdomäne der Naviki-Technologie ist der Fahrradverkehr. Daher entsteht im Rahmen des Naviki-Projektes ein ausgereiftes und nutzerfreundliches Navigations- und Informationsportal für den Fahrradverkehr, von dem Endverbraucher sowie Kommunen und Regionen in besonderer Weise profitieren werden.

Neben dem Fahrradverkehr wird Naviki für weitere Zielgruppen und Anwendungsfälle geeignet sein, da Nutzer beliebige strecken- und ortsbezogene Informationen selbst online veröffentlichen können. Wie beim Internet-Lexikon Wikipedia soll dabei eine umfassende Informationsbasis entstehen. Die sogenannte “soziale Intelligenz”, die auch Wikipedia zu einer nahezu fehlerlosen Enzyklopädie macht, wird in ähnlicher Weise Naviki optimieren: Registrierte Nutzer können Routen und Standortinformationen bei Bedarf aktualisieren oder korrigieren. Diese Inhalte verwendet Naviki für eingehende Navigationsanfragen. Als Kartenbasis enthält Naviki alle herkömmlichen Straßenverbindungen, so dass auch diese beim Ermitteln einer Route einbezogen werden können. Somit ist Naviki eine vielseitige Erweiterung bisheriger Navigationssysteme um nutzergenerierte Inhalte.

Die Veröffentlichung von Strecken- und Standortinformationen auf dem Naviki-Portal läuft in folgenden Schritten ab:

  1. Aufzeichnung von Routen anhand mitgeführter GPS-Geräte oder Mobiltelefone mit GPS-Funktion
  2. Einspeisung in das Naviki-Portal; dabei ggf. Vergabe von Attributen und Bereitstellung multimedialer Zusatzinhalte
  3. Automatische Integration der Inhalte in die bestehende Kartenbasis durch das Naviki-Portal; dadurch permanentes Wachsen der Kartenbasis

Besucher des Naviki-Portals können wie folgt Informationen abrufen:

Eine besondere wissenschaftliche und technische Herausforderung bei der Entwicklung von Naviki liegt in der Realisierung des o.g. dritten Schrittes, der automatischen Integration einer Route in die Kartenbasis. Dieser Prozess läuft auf einem Karten-Appli­kationsserver ab. Digitalisierte Strecken (Track Logs) sollen bei Naviki nicht als separater Inhalt verwaltet werden, sondern in der vorhandenen Kartenbasis aufgehen. Daher bedarf es eines völlig neuartigen Graphenalgorithmus. Der Algorithmus muss eingespeiste Routen und Teilrouten als bereits vorhanden erkennen oder als neu identifizieren und hinzufügen. Diesen automatischen Abgleich mitunter sehr großer Graphen wird Naviki unter erschwerenden Anforderungen wie Performance, Mehrbenutzerbetrieb im Internet und Versionierung leisten.

Informationen

Projektleitung: Prof. Dr. Gernot Bauer, Labor für Software Engineering, FH Münster